Feuer an! Ausbildung im Brandcontainer

Fahrzeuge der Ortsfeuerwehr im Interims Feuerwehrhaus nach eine Gewitter mit Pfütze und Spiegelbild im Wasser
Unsere Ortsfeuerwehr ist umgezogen
Oktober 3, 2022
Musik im Video: Gemafreie Musik von musicfox

Wenn wir als Feuerwehr alarmiert werden, kommt es mitunter auf jede Sekunde, jeden Handgriff und jede Entscheidung an. Regelmäßiges üben und routinierte Abläufe sind für einen erfolgreichen Verlauf von Feuerwehreinsätzen immens wichtig. Besondere Bedeutung kommt daher Übungen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu.

Den Einsatz unter Atemschutz und vor allem mit echtem Feuer zu trainieren ist nicht oft möglich. Am besten gelingt dies in speziell hierfür ausgebauten Container. In sogenannten Brandcontainer können mittels Gas oder Holz (Feststoff) gezielt Brände und die bei einem Brand entstehende Hitze simuliert werden. Bei Übungsanlagen, welche mit Feststoffen betrieben werden, kann zusätzlich auch die Belastung durch Rauch und das Verhalten von Brandrauch im Innenangriff simuliert werden.

Unsere Ortsfeuerwehr erhielt am vergangenen Samstag die Möglichkeit, 17 für den Einsatz unter Atemschutz taugliche Kameradinnen und Kameraden an die Feuer- und Rettungswache 3 zu entsenden, um dort in einem mit Gas befeuerten Brandcontainer jeweils zwei Übungsdurchgänge absolvieren zu können.

Die erste Übung stand unter dem Titel „Hitzegewöhnung“: durch gezieltes ein- und ausschalten der vorhandenen “Brandstellen“ konnte der Übungsleiter die Temperatur innerhalb des Containers steuern. An der Decke des Raums wurden dabei Temperaturen um 500 °C gemessen. Diese Übung verhalf dazu, Vertrauen in unsere persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu erhalten und ein Gefühl für die unterschiedlichen Temperaturzonen in einem Brandraum zu erhalten. Je nach Dauer und Intensität eines Feuers, können bei einem Wohnhausbrand Temperaturen von über 800 °C entstehen.

Im Rahmen einer zweiten Übung wurde truppweise das Vorgehen beim Innenangriff geübt. Nach Zutritt über das „Obergeschoss“ des Containers musste zunächst ein Brandherd im Treppenhaus bekämpft werden, ehe man schließlich über diese Treppe in das „Untergeschoss“ gelang. Dort angekommen galt es verschiedene Brandherde zu bekämpfen und eine Gasflasche zu kühlen, die zuvor mit Flammen beaufschlagt war. Während der Löscharbeiten flammte immer mal wieder der gelöschte Brandherd im Treppenhaus auf. Dieser musste dann unmittelbar wieder gelöscht werden, da das Treppenhaus der einzige Rückzugsweg in dieser Lage darstellte. Die Strahlrohrführung sowie die Kommunikation im Trupp stand während des Vorgehens stets im Fokus des Ausbilders.

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